Was hat China mit Gemütlichkeit zu tun?

China? Gemütlich? Die ersten Assoziationen zu China dürften wohl alles andere als „gemütlich“ sein. Vielmehr fallen einem dazu Menschenmassen, der berühmte Sack Reis, Smog oder die Olympiade in diesem Jahr ein.  Es gibt aber noch eine andere Seite Chinas, nämlich die,  dass dort vorzüglicher Tee angebaut wird. Tee?! Das hört sich schon gemütlicher an.

Jetzt, wenn das Wetter langsam wirklich schmuddelig wird, macht das auf der Couch lümmeln umso mehr Spaß. Dazu eine leckere Tasse Tee und eine schöne Lektüre. Fehlt nur noch das Knistern im Kamin, leise herabschwebende Schneeflocken, die die Landschaft weiß pudern. Das Ganze vor der Kulisse einer langsam aufziehenden Dämmerung und die Gemütlichkeit wäre perfekt.  Da ich im Moment nur Schmuddelwetter mit Nieselregen vor der Tür habe, nehme ich damit vorlieb. Das tut der Entspannung keinen Abbruch.

Aber zurück zu China. Seit neuestem, also seit ca. einem Jahr, bin ich Fan von weißem Tee (Pai Mu Tan). Dieser wird in China angebaut. Im Bioladen bekommt man auch welchen aus ökologischem Landbau, der preislich absolut in Ordnung ist. Der Tee wird aus den ersten beiden jungen Trieben des Grüntees hergestellt, die nach der Ernte lediglich zum Trocknen ausgelegt werden. Die Blätter haben an der Unterseite weiße Härchen, die sich beim Trocknen um das Blatt legen, wo durch ein siberweißer Eindruck entsteht. So kam der Tee zu seinem Namen.

Ich mag den sanften Geschmack des Tees sehr. Dafür lasse ich ihn 1 – 2 min ziehen. Er schmeckt herrlich zart und leicht süßlich. Kein Vergleich zum eigentlichen Grüntee, der oft recht bitter daherkommt, vor allem, wenn er zu lange zieht. Ein wahrer Hochgenuß, der das graue Wetter gar nicht erst an mich heranlässt. Mal davon abgesehen, dass mir mehrere Wochen graues Wetter eh nicht so viel ausmachen. So ist der Tee umso mehr Genuß statt nur ein Mittel zum Zweck.

weissertee

Tee – te | weiß – hvit

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