Wie alt wird eine Wolke?

Esparta

Foto: Esparta

Weiche, große, aufgepuffte Wolken habe ich diesen Herbst noch nicht gesehen. Meist waren sie grau, oftmals ohne Struktur erstarrt. Doch welch wunderschöne Abwechslung ist es, die Wolken mal wieder ziehen zu sehen. Vom Wind getrieben. Die kleinen schneller als die großen. Die grauen drängeln sich gewitzt vor die weißen, die schwer und behäbig ziehen. Unentwegt treiben sie voran. Wohin ist ungewiss.

Wie lange sie schon unterwegs sind, weiß ich nicht. Wo sie herkommen, will ich’s wirklich wissen? Wie alt wird so eine Wolke? Unwichtige Fragen! Der Wolke ist es schließlich auch egal. Sie lässt sich treiben, erst fluffig, dann immer schwerer werdend. Andere lösen sich einfach so auf.

Doch die, die es schaffen, eine richtige Wolke zu werden, denen ist gewiss, dass sie bald ein spiegelglatter, dämmrig grüner See in einem heftigen Schauer, ein winterlicher Bergwald oder gar gleich das tobende Meer aufnehmen werden. Manche Wolke wird zu Regen oder Niesel, Sprühregen, Schnee, Eisregen, Eisgriesel, Graupel, Tau oder Reif. Und die Reise hinauf zum Himmel, wo der Wind sie wieder treibt, beginn von vorn. Ein Kreislauf der Fülle, der mich immer wieder begeistert, verbunden mit der Natur zu sein.

Wolken – skyer | Himmel – himmel | Wind – vind

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