Tage des Zorns

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Nun habe ich es endlich mal geschafft, Tage des Zorns zu sehen. Meine Befürchtungen, wie ich auf schlechter Bestuhlung einen Film von über 2 Stunden aushalten soll, haben sich zum Glück nicht bestätigt. Da der Film in einem Programmkino lief, war eh nicht so viel los. Gerade mal 4 Leute wollten den Film sehen. So war viel Platz zum Ausbreiten. Außerdem war der Film sehr sehr gut und spannend noch dazu.

Der Film beruht auf wahren Begebenheiten in Kopenhagen 1944. Flamme und Zitrone ermorden dänische Kollaborateure mit präziser Kaltblütigkeit. Ihre Vaterlandsliebe steht über allem. Nach einem misslungenen Attentat auf eines ihrer Opfer, kommen Flamme Zweifel. Dennoch töten sie weiter,  versehentlich auch Unschuldige. Die Affäre mit der undurchsichtigen Ketty, das Misstrauen ihrem Befehlsgeber Winther  gegenüber und der inzwischen eigene Kampf gegen die Besatzer, lässt die beiden in einen Strudel von Wirrungen geraten, in dem sie nicht mehr zwischen Gut und Böse unterscheiden können und sie längst selbst zu den Gejagten geworden sind.

Die Darsteller spielen einfach nur toll. Flamme (Thure Lindhardt) und Citron (Mads Mikkelsen) glänzen, die düsteren Keller, dunklen Gestalten, sparsam aber punktuell eingesetzte Beleuchtung tun ihr übriges. Die Geschichte ist wirklich sehr spannend und am Ende herrscht immer mehr Wirrwarr auch für den Zuschauer, der selbst längst nicht mehr zuordnen kann, wer auf welcher Seite steht. Bisschen viel geballert wurde am Schluss. Ob das künstlerische Freiheit oder wirklich so war…?

Tage des Zorns – dänischer Originaltitel „Flammen og Citronen“

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